Tagesablauf

So könnte ein Tag bei uns aussehen

Endlich ist das Wochenende vorbei!

Es ist Montag, ich will mich ein bisschen beeilen, denn um 8:30 Uhr ist die Bringzeit vorbei und wir fangen mit dem Morgenkreis an! Da möchte ich gerne pünktlich sein.  Ja, ich habe es geschafft und ich habe sogar noch etwas Zeit zum spielen. Am Waldrand sehe ich noch Kinder, oh es sind Lilli, Niko, Klaus und Lena die über den Waldweg angelaufen kommen. Sie hängen ihre Rucksäcke an die Haken auf und schon sammeln wir uns zum Morgenkreis.DIGITAL CAMERA

 Wir singen unser Begrüßungslied, ich habe  Wochendienst und zähle alle Kinder und überleg, wer warum fehlt. Dann kommt der Wetterkalender dran. In den Kalender wird ein Stempel gemacht, der das aktuelle Wetter zeigt, und vom Thermometer wird die Temperatur abgelesen und auch mit eingetragen. Heute kann ich mir den Sonnenstempel aussuchen, den mag ich am liebsten.

Dann stimmen wir ab, wohin wir heute zum spielen gehen wollen. Das machen wir jeden Tag. Heute wird zwischen der Eselswiese, dem Rutschbaum und der Riesenkuhle abgestimmt. Die Mehrheit ist für die Eselswiese. Da gehe ich gerne hin, denn da kann man klettern, Häuser bauen und die Tiere beobachten. Jetzt ist erst mal Zeit, das Tages-Spiel zu ziehen, denn jeden Morgen machen wir alle gemeinsam noch ein Spiel.  Welch ein Glück. Ich ziehe „Mein rechter, rechter Platz ist frei“. Da ich das Spiel gezogen habe darf ich anfangen, ich wünsche mir meinen Freund den Klaus als Dinosaurier herbei.

Nach dem Morgenkreis, der bis neun Uhr gedauert hat, bepacken wir gemeinsam unseren P1050029Handwagen mit Sitzkissen,Wasser, Lavaerde und erster Hilfetasche . Heute nehmen wir auch noch das Werkzeug mit. Da freue ich mich, denn dann kann ich nachher die Äste zu recht sägen, die ich für meine Hütte brauche. Auch ein Bestimmungsbuch packen wir ein, um den Geheimnissen des Waldes auf die Spur zu kommen.

Boahh, Moment, ich muss mir da gerade mal schnell das Fernglas holen; da fliegt ein großer Vogel über die Baumwipfel, das ist doch… ein Papagei!  Ach nee, die gibt`s ja gar nicht hier im Wald bei uns, mmh, dann ist es doch ein Bussard, jawohl!

So, nun zieht jeder seinen Rucksack an und wer’ s nicht selber kann, dem helfen wir natürlich und flugs machen wir uns auf den Weg zur Eselswiese.

Unterwegs dürfen wir immer so weit laufen bis wir an einen Haltepunkt kommen.

Heute gibt es ein Wettrennen über die Wiese. Sascha gewinnt, ich werde Dritter.

An der Eselswiese angekommen fange ich sofort an meine Hütte zu bauen, Sascha, Klaus und Lilli helfen mit.

Um kurz nach halb 11 fangen wir an, das Frühstück vorzubereiten. Ich nehme mir ein Sitzkissen, hole mein Tischset, da ist mein Zeichen, die Libelle, drauf. Darauf packe ich meine Frühstücksdose und meine Trinkflasche aus. Dann gehe ich zum Händewaschen und übernehme meinen Seifendiest.

Während wir gemütlich zusammen sitzen und uns unterhalten, beiße ich in mein Käsebrot und da es kälter ist haben wir auch warmen Tee dabei, von dem ich etwas trinke. Zurzeit lesen wir den „Till Wiesentroll“ beim Frühstücken, das ist immer sehr gemütlich. Wenn alle aufgegessen haben geht`s ab zum Klettern, Laufen, Balancieren, durchs Dickicht kriechen oder ins Rollenspiel vertiefen.

Mit Jana, Frank, Peter und Frauke baue ich weiter an der Hütte. Da wir auch die Malkiste 100_1779mitgenommen haben, wollen Lilli, Nils und Lena  Basteln und Malen, denn das geht auch im Wald. Na ja, nicht immer gleich gut, denn manchmal ist es ganz schön doof, wenn der Wind das Papier wegpustet oder Regentropfen aufs Blatt fallen.

Ein bisschen Zeit bleibt mir heute noch zum Verstecken spielen.

Ich ducke mich hinter einem dicken Buchenstamm und als Tanja mit ein paar Wichteln in Sicht kommt, erschrecke ich sie.

So, nun ist es Zeit für unseren Abschlusskreis.

Wir erzählen kurz, was heute so los war oder ob wir was gelernt haben. Mir fällt ein, das ich heute gelernt habe, wenn ich einen Ast mit der Gabel an den Stamm lehne, hält das am allerbesten. Dann überlegen wir welche Erzieher morgen im Wald sind und ob etwar besonderes ist. Danach singen wir gemeinsam eins von unseren Abschlussliedern und machen uns auf den Rückweg.

Zwischen 12.30h und 13.00h werden die „Zuhause Esser“  am Bauwagen abgeholt.

Ich bin heute Mittagskind. Als alle abgeholt sind, machen wir eine kleine Mittagspause, in der die kleineren Kinder im zweiten Bauwagen schlafen und sich ausruhen können. Danach decken wir im Bauwagen den Tisch mit unseren Tischsets, stellen die „Henkelmänner“ mit unserem Mittagessen hin und waschen uns dann die Hände. Ich habe heute Lasagne mit, lecker! Nach dem Essen ist noch ein klein wenig Zeit zum Spielen.DIGITAL CAMERA

Dann kommt meine Mutter. Ich freue mich schon auf morgen, da erleben wir Waldwichtel wieder einen aufregenden Tag  in „unserem Wald“!

Manchmal geschieht bei uns auch etwas Besonderes: z.B.  feiern wir alle Geburtstage der Waldwichtel gebührend. Wir machen auch Feste, laden Eltern oder Oma und Opa in den Wald ein, machen Ausflüge z.B. zum Puppenpavillon.

Morgen bekommen wir Besuch von einer Jägerin aus der Waldschule. Sie bringt uns ganz viele ausgestopfte Tiere mit: Rehe, Wildschweine, Hasen, Eichhörnchen Vögel, Mäuse, Dachse und so. Wir haben schon viele Fragen gesammelt, die wir hoffentlich beantwortet bekommen. Quatsch… die sind doch nicht ekelig oder gruselig!

Wir dürfen uns die Tiere ganz genau anschauen und sie sogar anfassen. Die Eule z.B. hat ganz weiche Federn, und der Maulwurf  hat ein ganz kuscheliges Fell. Endlich kann ich mal so einen sehen, der versteckt sich ja sonst immer in der Erde unter uns!

Unsere großen Waldwichtel, die das nächste Jahr zur Schule kommen, gehen einmal in der Woche in die Kita, um dort mit den anderen großen Wichteln an der Schulneulingsaktion teilzunehmen. Nächster Jahr bin ich auch Schulneuling, da freue ich mich schon drauf!