Projekte

Jeder Tag ist bei uns mit einem kleinen Projekt gefüllt. Wir entdecken z.B. einen besonderen Pilz. Wir bestimmen ihn, malen ihn oder erfinden Geschichten von ihm.
Eine wichtige laufende Projektarbeit ist das kennenlernen der Jahreszeiten mit ihrem Wetter und ihren Eigenarten. Wir feiern zur Begrüßung der einzelnen Jahreszeiten immer ein kleines Fest. Die Kinder überlegen sich, was für diese Jahreszeit typisch ist und wir erleben, essen oder spielen diese Dinge an dem Tag.

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Schneemann basteln für den Winter 2014

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Dekoration für den Sommeranfang 2014

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Frühlingsanfang mit Sonnenfinsternis 2015

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Mandalas legen zum Herbstanfang 2014

Sam unser Begleithund

DSC02260Ein laufendes Projekt ist zudem unser Begleithund Sam. In regelmäßigen Abständen bringt Frau Hesse ihren Hund mit in den Wald. Frau Hesse und Sam haben eine spezielle Ausbildung um dieses Projekt zu begleiten.

Hallo ihr , wer spinnt denn hier

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Spinnennetz am Bauwagen

Die Einstimmung zum Projekt entstand aus einer Frühstücks Situation, bei der, die Kinder im Kreis saßen und ein Waldkindergartenkind panisch reagierte, weil eine kleine Spinne über sein Frühstücks Set lief.
Es entwickelte sich ein kurzes Gespräch über Spinnen, Ängste und Ekel. Das Interesse der Kinder wurde bei der Aussage: „Komisch das ihr Spinnen eklig findet und Spiderman großartig!“ geweckt. Ein Kind trug ein Spidermanshirt.
Fazit der Gesprächsrunde war: Man kann doch nur etwas eklig oder abstoßend finden, was man richtig kennt. So machten wir uns auf den Weg diese Geschöpfe besser kennen zu lernen. Wir haben sie beobachtet, entdeckt, sie gebastelt, viele Sachbücher gelesen und einen Film gesehen indem der Netzbau gezeigt wurde. Unsere Martinslaternen wurden in diesem Jahr passend zu dem Projekt gebastelt.

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Der Aqua Zoo Düsseldorf war zu Besuch mit einer Gespenstschrecke, einer Stabschrecke, einemSchnurfüßer und im Fokus stand Manuela die Kraushaar Vogelspinne.

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Manuela die Kraushaarspinne

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Ein Glück das es dich gibt: Vom Ich übers Du zum Wir

Um mit den Kindern dieses nicht einfache Thema, anzugehen, haben wir beim „Ich“ angefangen. Wir haben über Individualität gesprochen und gearbeitet. Die Kinder malten sich selber, dabei fiel auf wie unterschiedlich unsere Gesichter doch sind. Wir haben verschiedene Spiele gemacht z. B. „Kleiderhaufen“ wo die Kinder erraten mussten, von wem was ist, Mäuschen Piep ein mal… Wir lernten das Lied von den Gefühlen und beschäftigten uns mit den dazu passenden Gesichtsausdrücken. Es wurden Regeln für den Gesprächskreis eingeführt und die Kinder haben diese sehr schnell verinnerlicht. Dabei wurde eine Gefühlsuhr eingeführt. Diese Uhr hat vier „Gefühle: glücklich, traurig, wütend, und ich weiß nicht wie es mir geht“. Dort konnte jedes Kind sein aktuelles Befinden kennzeichnen. Mit den Kindern haben wir über Streiten und Vertragen gesprochen, dass man auch noch Freund sein kann, wenn man mal Streit miteinander hat und wir haben Regeln für faires Streiten gesammelt. Die  Bilderbücher: „Die Geschichte vom traurigen Nilpferd“, „Du hast angefangen, nein du“, „Was ist bloß mit Titus los?“, „Irgendwie anders“ begleiteten uns. Nach etwa sechs Wochen, konnten wir Erzieherinnen schon merken, dass die Kinder dieses Thema angenommen hatten. Klar gab und gibt es immer noch Streit, aber es wurde anders miteinander umgegangen. Die Kinder reden viel mehr miteinander und versuchen Lösungen zu finden. Im Puppenpavillon haben wir uns das Stück: „Plum sucht einen Freund“ angeschaut. Um das „Wir“ bildlich für die Kinder sichtbar zu machen bastelten wir ein Gruppenmemory. Wir haben von jedem Waldwichtel ein schwarzweiß- und ein bunt Foto gemacht, so das wir jetzt ein eigenes Spiel haben.

Hokus Pokus Fidibus: Im Wald da sind die Hexen los

Schon vor der Projektwoche haben wir im Wald angefangen das Thema zu beleben. Dazu haben wir in Gesprächskreisen zusammen getragen was die Kinder schon über/zu Hexen wissen, und da kam einiges zusammen. Wir haben das Lied von der „Kleinen Hexe“ eingeführt und noch drei neue Strophen dazu gedichtet. Wilma, eine echte Hexenhandpuppe) hat uns die gesamte Zeit begleitet. Wir haben Luftballonhexen gebastelt, die ganz schön gruslig aussahen, wir haben das Hexenhaus gebaut und haben aus Pfeifenputzern Spinnen gebastelt und dort hineingehängt, dort wurde auch mit den Kindern ein „Hexenfeuer entfacht“. Es gab eine echte Hexenküche, wo die Kinder Zaubertränke gebraut haben, es wurde kleine schwarze Papierhexen ausgeschnitten und Gläser dann mit Feuer/Flammen- Papier und den Hexen beklebt. Dann haben wir es im Bauwagen stockdunkel gemacht und nur die mit Teelichtern beleuchtet Gläser hineingestellt. Im Morgenkreis haben wir oft die „Hexe Wackelzahn“ oder das Spiel von der „Kleinen Hexe“ gespielt, und zum Frühstücken haben wir mit den Kindern den Spruch: Morgens früh um sechs“ gesprochen. Dann folgte noch die gemeinsame Projektwoche mit der KiTa.

Möhren, Äpfel, Paprika…

…sind für alle Kinder da, und dann kommt das Brot dazu, dann sind wir fit im Nu!

Eingestiegen sind wir in das Thema mit einem „Fühl und Sortierkorb“. Die Kinder konnten etwas aus dem Korb ziehen und dann es wurde gemeinsam überlegt ob es gesundes ist oder ungesund. Die Kinder haben Collagen erstellt, wo zu sehen war, was gesund ist also oft gegessen werden sollte und was ungesund ist und nicht so oft gegessen werden sollte. Wir haben mit den Kindern  Obst und Gemüsesspritzbilder gemacht. Und Obst- und Gemüsemobile. Wir haben Lieder wie den Kanon: „Obstsalat“ „Weine nicht wenn es Zwiebeln gibt“, „In einem kleinem Apfel“ gesungen. Im Morgenkreis haben wir das Kreisspiel „Obstsalat“ mit großer Begeisterung gespielt. Wir haben einen Ausflug in die Vollwertbäckerei „Korn frisch“ gemacht. Dort durften wir selber backen. Um den Kindern zu vermitteln warum wir gutes Essen brauchen spielten uns die Handpuppen: Schweinchen, Eichhörnchen, Eule die „Geschichte vom Schweinchen Oink“ vor. Kurz zusammengefasst ging es darum, dass es dem Schweinchen nicht gut ging, es immer schlapp und müde war und keine Lust zum Spielen hatte. Auf den Rat der Weisen Eule hin, veränderte es seine Essgewohnheiten und wurde ein gesundes, quicklebendiges Schweinekind. Die Kinder haben gemeinsam einen Obstsalat zubereitet und gegessen. Beim Marktbesuch haben die Kinder mit dem  selbstgemalten Einkaufszettel eingekauft. Zum Frühstück gab es Vollkornbrot, Biomilch, Äpfeln, Gurke, Käse, Fleischwurst, Blutwurst, Eier, Paprika und Banane. Wir haben mit den Kindern über den Umgang mit Essen und über Tischmanieren gesprochen. Das man, wenn man etwas nicht essen mag, nicht bäh, oder igitt sagt. Das man den Mund schließt und auch nicht mit vollem Mund redet. Wir sind zum Krewelshof  nach Lohmar gefahren und haben dort von einer Mitarbeiterin erfahren wie man Käse herstellt. Hinterher konnten alle noch Ziegenkäse und Kuhkäse der verschiedensten Geschmacksrichtungen probieren. Zum Themenabschluss wurde gegrillt, dazu gab es Kartoffelsalat, Brötchen, Minitomaten; Ketchup und Senf, und es war wieder erstaunlich, was Waldwichtel so verputzen können: 42 Nürnberger Bratwürstchen, 40 Partybrötchen, eine Packung Kartoffelsalat und etliche Tomaten. So gestärkt wurden mittags den Eltern alle gelernten Lieder vorgetragen.

Was singt und klingt denn da?

Zum Einstig wurde genau gelauscht, was gibt es um uns an Geräuschen. Zu den „Alltagsgeräusche“ gab es verschiedene Spiele, z.B. ein Klangmemory wo in Filmdosen Erbsen, Nägel, Wasser, Sand… war. Anhand der Klanggeschichte vom „kleinen Specht“ haben die Kinder gelernt mit Instrumenten eine Geschichte musikalisch zu begleiten.

Es wurde hinterm Bauwagen ein Klangbaum installiert. Das waren unterschiedlichsten Alltagsmaterialien wie z.B.: Jogurtbecher, Dosen, Schrauben + Mütter Löffel…die von den Kindern an einem Ast befestigt wurden. Die Kinder experimentierten und versuchten „Melodie“ zu spielen.

Aus Plastiktrinkflaschen haben die Kinder Rasseln gebaut, diese wurden zum Begleiten unserer Lieder eingesetzt. Auch wurden Kleiderbügelharfen, Klanghölzer und Gitarren aus Bambusstäben und Margarineschachtel bebaut.

Aber nicht nur Instrumente machen Musik, auch Sprache ist Musik und so haben die Kinder Klatsch und Rhythmusspiele wie „bei Müllers hat gebrannt…“ kennen gelernt.

Für einige Kinder ganz neu war die Klassische Musik. Es gab „den Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens  Zu jeder Seite im Bilderbuch wurde die Geschichte erzählt und dann kam das Musikstück. Die Kinder waren so gebannt, dass sie 50 Minuten der gesamten Geschichte gelauscht habe und sich durch die Bilder richtig hinein vertiefen konnten. Am nächsten Tag haben die Kinder sich dann zu der Musik in die jeweiligen Tiere verwandelt und sich zu der Musik bewegt. Auch die Zauberflöte haben die Kinder in Form eines Buches mit Musik und Erzählung und anhand des Filmes: „eine kleine Zauberflöte“ von der Augsburger Puppenkiste kennen gelernt.

Nachdem Instrumentenbau und der klassische Musik, gab es Gespräche zu den Orffinstrumenten und das Liederrepertoire der Kinder wuchs um: „Anne Kaffeekanne“, „Das Wasserhahnlied“, „Das Lied vom kleinen Specht“, „Spinnlein klein“, Das Waldkonzert“, „Wenn der Sommer kommt“…

Zum Schluss haben die Kinder alle Lieder ihren Eltern in einem Konzert vorgeführt.