Leitfaden U3

„Leitfaden U3 im Wald“

Für die Umsetzung  unseres bestehenden pädagogischen – Konzeptes erscheint uns die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren als Ergänzung. Hierbei beziehen wir uns auf den Leitfaden für die Aufnahme von Kindern unter drei, des Paritätischen Wohlfahrtverbandes Absatz 4 Seite 14: „Alltagsmischung als Chance“.

Ergänzend zu unserem Konzept und des Wald- ABC soll dies hier als  Leitfaden  für die Betreuung der U3 Kinder zu verstehen sein:

In einem Gespräch mit den Eltern wollen wir uns zur Vorbereitung der Eingewöhnung nach der Aufnahme des Kindes über folgende Punkte  jedes einzelnen Kindes informieren:

  • Gewohnheiten des Kindes
  • Alltagsrhythmus/ Zeitrhythmus des Kindes
  • Vorlieben und Abneigungen
  • Essgewohnheiten
  • Schlafgewohnheiten

In dem Gespräch werden Rituale vereinbart, die dann als fester Bestandteil für die Verabschiedung zwischen Eltern und Kind in der Eingewöhnung  übernommen werden.

Die Eingewöhnung an sich soll –  in Anlehnung an das Berliner Model erfolgen. (Siehe Anlage 3, Punkt 12 und Anhang 1 im Betreuungsvertrag.)

  • In der ersten Phase wird das Kind von einer seiner Bezugspersonen im Vormittagsbereich begleitet. Dabei stehen die persönlichen Bedürfnisse des Kindes im Fokus. In dieser Phase knüpft der/die BezugserzieherIn erste Kontakte zu dem Kind. Bei Zustimmung der Eltern bieten wir einen Hausbesuch an, wo der/die BezugserzieherIn und eventuell eine weiter Kollegin das Kind in seinem vertrauten Umfeld aufsucht. Hierbei sollten das Kennenlernen und der Vertrauensaufbau im Vordergrund stehen.

 

  • In der zweiten Phase beginnt die stufenweise Ablösung von der Bezugsperson. Diese Phase startet, wenn das Kind von sich aus einen gefestigten Bezug zu seiner ErzieherIn aufgebaut hat. Die Bezugsperson zieht sich für einen, dem Kind angepassten Zeitraum, aus dem Blickfeld des Kindes zurück. Die Bezugsperson bleibt dabei in unmittelbarer Nähe, um abrufbar zu sein. Wenn sie zurückkehrt ist begleitet sie das Kind den Rest des Vormittages oder geht mit dem Kind ja nach Verfassung nach Hause.

 

  • Wenn das Verhältnis zwischen Kind und BezugserzieherIn so gefestigt ist, dass sich das Kind von der BezugserzieherIn trösten,  pflegen und begleiten lässt, beginnt die dritte Phase der Eingewöhnung. Dabei bleibt das Kind den Vormittag über alleine in der Gruppe.

 

  • Nachdem sich das Kind in der Gruppe wohlfühlt, alle ErzieherInnen kennengelernt und angenommen hat, seine körperliche Konstitution sich soweit gefestigt hat, beginnt Phase vier,  in der das Kind den gesamten Betreuungsrahmen nutzen kann. Diese Phase kann sich nochmal in zwei Schritte gliedern; das Abholen nach der Ruhephase und das Abholen nach dem Essen.

 

  • Es kann vorkommen, dass ein komplett eingewöhntes Kind, nach einigen Wochen eine Art „Rückfall“ bekommt. Es ist sehr viel was die Kinder erleben, erfahren und verarbeiten müssen, was sehr anstrengend und erschöpfend sein kann.

 

Ein Bauwagen ist für die entsprechenden Hygiene und Ruhebedürfnisse der Kinder ausgebaut.

Im  Vormittagsbereich werden die Utensilien  für die Körperhygienen (Wickelunterlage, Feuchttücher, Hygienehandschuhe,  Wechselbekleidung) im „Pflegewägelchen“  mitgeführt. Ist eine Hygienemaßnahme notwendig, wird sich mit dem Kind zurückgezogen, damit seine Privatsphäre gewahrt wird und es in Ruhe, entsprechend seiner Bedürfnisse und der äußeren Gegebenheiten (z. B. gewickelt) werden kann.

Im Vormittagsbereich nehmen wir Materialen (dicke Isomatte, Hängematte, Fleecedecke, Lammfell) mit um den Kindern bei Bedarf individuell für ihre Bedürfnisse einen Ruheplatz gestalten zu können.

Da wir von den Eltern über die Essgewohnheiten der Kinder informiert sind, können wir individuell auf das Kind eingehen, sollte es zusätzlich zu unseren festen Essenzeiten eine Zwischenmahlzeit brauchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *